Ratgeber · Wünsche
Wunsch ans Universum schreiben – so geht's in 7 Schritten
Einen Wunsch ans Universum zu schreiben ist eines der ältesten und einfachsten Rituale überhaupt: Du nimmst dir einen ruhigen Moment, bringst ein Anliegen in klare Worte und gibst es dann bewusst ab. Entscheidend ist dabei weniger das Papier als die Haltung, mit der du schreibst.
Viele Menschen tragen Wünsche jahrelang mit sich herum, ohne sie je wirklich auszusprechen. Allein das Aufschreiben verändert etwas: Aus einem diffusen Gefühl wird ein Satz, den du lesen, prüfen und loslassen kannst. Bekannt wurde die Idee im deutschsprachigen Raum vor allem durch Bärbel Mohrs Buch „Bestellungen beim Universum“. Heute nutzen sie viele als feste Praxis, etwa zu Neumond, zum Jahreswechsel oder an Geburtstagen.
Die 7 Schritte
1. Schaffe dir einen ruhigen Rahmen
Wähle einen Moment, in dem dich niemand stört. Eine Kerze, ein paar bewusste Atemzüge oder leise Musik helfen dir, vom Alltag in eine stillere Haltung zu wechseln. Du musst nichts Besonderes vorbereiten. Wichtig ist nur, dass du wirklich bei dir bist.
2. Finde heraus, was du wirklich willst
Frag dich nicht nur was, sondern auch warum. Hinter „Ich will mehr Geld“ steckt oft der Wunsch nach Sicherheit oder Freiheit. Hinter „Ich will eine neue Beziehung“ steht vielleicht die Sehnsucht nach Geborgenheit. Wenn du das Gefühl hinter dem Wunsch kennst, wird deine Formulierung ehrlicher und kraftvoller.
3. Formuliere positiv
Schreib auf, was du dir wünschst, nicht was du vermeiden willst. Statt „Ich will keinen Stress mehr“ besser: „Ich erlebe meine Tage ruhig und ausgeglichen.“ So richtest du deine Aufmerksamkeit auf das, was entstehen soll.
4. Schreibe im Präsens
Viele formulieren ihren Wunsch so, als wäre er schon Wirklichkeit, oder als Dank dafür. Das hilft dir, dich mit dem Ziel verbunden zu fühlen, statt mit dem Mangel.
„Ich bin dankbar, dass ich in einer Arbeit angekommen bin, die mich erfüllt.“
5. Sei klar, aber nicht verkrampft
Ein guter Wunsch ist konkret genug, dass du ihn spürst, und offen genug, dass das Leben dich überraschen darf. „Ich finde eine helle Wohnung, in der ich mich zu Hause fühle“ lässt mehr Raum als eine genaue Adresse.
6. Verbinde den Wunsch mit einem Gefühl
Lies deinen Satz laut oder leise und spüre nach: Fühlt er sich stimmig an? Wenn sich etwas sperrt, formuliere um, bis die Worte sich warm und wahr anfühlen.
7. Lass los
Der wichtigste Schritt ist der letzte. Ein Wunsch, an dem du ständig festhältst, wird schnell zur Sorge. Viele verbrennen ihren Zettel deshalb behutsam, vergraben ihn, legen ihn in eine Schachtel oder senden ihn bewusst ab. Danach gilt: vertrauen, offen bleiben und die eigenen nächsten Schritte gehen.
Kurz zusammengefasst: ruhiger Moment · echtes Anliegen finden · positiv formulieren · im Jetzt schreiben · konkret, aber offen bleiben · Gefühl prüfen · bewusst loslassen.
Beispiele für Wünsche ans Universum
- Klarheit: „Ich erkenne meinen nächsten Schritt und gehe ihn mit Vertrauen.“
- Gesundheit & Familie: „Meine Familie ist von Wärme und Gesundheit getragen.“
- Liebe: „Ich bin offen für eine Liebe, die mich so sieht, wie ich bin.“
- Beruf: „Ich arbeite an etwas, das mir Sinn gibt und mich gut versorgt.“
- Loslassen: „Ich lasse los, was mir nicht mehr dient, und mache Platz für Neues.“
Typische Fehler – und wie du sie vermeidest
- Verneinungen: „nicht mehr“, „kein“, „nie wieder“ lenken den Blick auf das Unerwünschte.
- Wünsche für andere über deren Kopf hinweg: Wünsche lieber, dass jemand gut begleitet ist, statt festzulegen, wie er sich entscheiden soll.
- Zu viele Wünsche auf einmal: Ein oder zwei klare Anliegen tragen mehr als eine lange Liste.
- Ständiges Kontrollieren: Wer täglich nachprüft, ob schon etwas passiert ist, hält fest statt loszulassen.
- Nur wünschen, nicht handeln: Ein Wunsch ist eine Ausrichtung, kein Ersatz für eigene Schritte.
Wann ist der beste Zeitpunkt?
Grundsätzlich jederzeit, wenn du dich gesammelt fühlst. Besonders beliebt ist der Neumond: Er steht in vielen Traditionen für Neubeginn und das Säen von Absichten. Der Vollmond gilt dagegen eher als Zeit des Loslassens und der Dankbarkeit. Auch Jahreswechsel, Geburtstage oder persönliche Wendepunkte eignen sich gut.
Und nach dem Schreiben?
Gib deinem Wunsch Zeit. Viele begleiten ihn bewusst über einen ganzen Mondzyklus, also rund vier Wochen, vom Säen bis zum Loslassen. Achte in dieser Zeit auf Gelegenheiten, Begegnungen und Impulse, ohne krampfhaft danach zu suchen. Wenn du tiefer einsteigen möchtest, findest du im Ratgeber Manifestieren lernen weitere Übungen.
Deinem Wunsch einen Rahmen geben
Bei Miriam Engels kannst du deine Botschaft ans Universum aufschreiben und über einen Mondzyklus begleiten lassen, öffentlich im Wunschfeld oder ganz privat.
Botschaft verfassen →